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4 Im Juli 1796 floh die Familie Susette, ihre vier Kinder, zwei Verwandte, daneben Susettes Gouvernante und Hölderlin vor den heranrückenden Franzosen nach Kassel, später ging es nach Bad Driburg. Der Ehemann blieb in Frankfurt zurück. Hölderlin und Susette waren zwei glückliche Sommermonate vergönnt. In Wilhelm Heinse, dem Autor des Ardinghello, den sie in Kassel trafen, fanden sie einen wohlwollenden und verständnisvollen Begleiter. Im Jahr darauf wird Hölderlin dichten: Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen! Ende September erfolgte die Rückkehr nach Frankfurt. Im April 1797 erschien der erste Band des Hyperion. Die Trennung vom Hause Gontard geschah im September 1798. Natürlich klatschte man in Frankfurt, und nicht nur dort, über das Verhältnis der beiden, eigentlicher Anlaß aber dürfte ein Mißverständnis zwischen Gontard und Hölderlin gewesen sein. Hölderlin verließ überstürzt das Haus und ging auf Sinclairs Rat nach Homburg, um Susette nahe zu sein. Weiterhin tauschten sie Briefe aus, zuweilen haben sie sich auch heimlich gesehen. Die Trennung, obwohl auch von Hölderlin und Susette bereits seit langer Zeit in Erwägung gezogen, wog schmerzlich; Hölderlin stürzte in eine schwere Krise. Wohl geh' ich täglich andere Pfade, bald |
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