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Atta Troll. Ein Sommernachtstraum Wegen seines Kopfleidens, das sich verschlimmert hatte, reiste Heine im Juli 1841 mit seiner Frau Mathilde in das Pyrenäenbad Cauterets. Die Strauß-Affäre Strauß hatte öffentlich behauptet, er habe Heine wegen dessen Ludwig-Börne-Schrift geohrfeigt erzwang jedoch die vorzeitige Abreise und endete schließlich im Duell, bei dem Heine durch einen Streifschuß an der Hüfte verletzt wurde. Soweit der biographische Hintergrund. Im Winter 1841 und im Frühjahr 1842 schrieb Heine die wichtigsten Teile des Werkes, das er im Oktober 1842 dem Stuttgarter Cotta-Verlag anbot. Da aber Heines Freund Heinrich Laube die Redaktion der Leipziger Zeitung für die elegante Welt übernommen hatte und um Beiträge bat, änderte Heine seine ursprüngliche Absicht. Von Dezember 1842 bis März 1843 erschien der Atta Troll in dem Journal wegen Laubes ängstlichen Taktierens in vielen Teilen jedoch stark verändert und seiner Spitzen gegen Staat und Kirche beraubt. Heine war damit nicht zufrieden. Wiederholt sprach er von der Wiederaufnahme des Werks, erst 1847 kam dann bei Campe das Versepos, erweitert und zu einem Drittel neu geschrieben, in Buchform heraus. Ziel und Richtung des Textes waren aber von Anfang an klar; an Laube schrieb er 1842: »Und vielleicht in dem Gedichte, das ich Ihnen jetzt schicke, nimmt die Muse der Romantik auf immer Abschied von dem alten Deutschland.« Die blaue Blume ist verschollen, wie es in Caput IV heißt: damit spricht Heine neben der dichterischen auch eine politische Zielsetzung aus. Sein Spott über den schwäbischen Dichterkreis Schwab, Pfizer, Mayer, Kerner, Uhland (Caput XXII) wendet sich nicht nur gegen deren selbstgenügsame Bescheidung auf Feld, Wald, Wiese und heimeligen Klang der Kirchenglocken und gegen ihre sentimentale Pathetik. Was Heine zugleich angreift, sind die impliziten politischen Auswirkungen dieser Lyrik: das Ignorieren gesellschaftlicher Spannungen, indem die Tatsache, daß »man Nudeln kocht in Stukkert«, höher gesetzt wird als das Streben nach Freiheit. |
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