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Atta Troll. Ein Sommernachtstraum Nicht länger ertragen kann der Tanzbär Atta Troll seine Gefangenschaft. Und so läßt Heine ihn, zu Beginn seines Versepos, während einer Vorführung zurück zu seiner Höhle in den Bergen fliehen. Dort hält er vor seinen Kindern politische Reden. Übervoll von den revolutionären Ideen des Vormärz, argumentiert er in einer Weise, die er für logisch hält, und karikiert damit unfreiwillig die deutsche Opposition. Lange genug habe, so Atta Troll, das Tier unter dem Menschen gelitten, nun sei es Zeit für Freiheit, Gleichheit und Einigkeit. Diese hohen Ideale erweisen sich spätestens im 11. Kapitel als hohle, ungültige Phrasen. Der Ich-Erzähler zieht mit einem Jagdführer aus, den »Tendenzbären« zu erlegen, was mit Hilfe der Hexe Uraka gelingt der revolutionäre Atta Troll wird zum Bettvorleger. Die wahre Veränderung verlangt nach anderen Charakteren, die wahre politische Dichtung ist mehr als in Verse gekleidete Pamphlete, worüber auch die ärgerliche, sowohl politische, als auch literaturkritische Vorrede Heines keinen Zweifel läßt. Und so endet der Sommernachtstraum ebenso wie das Wintermärchen, der gesellschaftlichen Realität angemessen, eher pessimistisch als hoffnungsvoll. Ironisch und mit bitterem Lächeln schreibt der Dichter, nachdem er Atta Troll hat sterben lassen: Ach, es ist vielleicht das letzte »Die Deutschen Klassiker«, CD-ROM. X·Libris, München 1995. Heinrich Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen Atta Troll. Ein Sommernachtstraum. Kurz-Inhalt Seite 3 - 5 |
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