|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
6 Weimar, zweite Phase. 1788 1794 Seine Aufgaben als weimarischer Staatsbeamter konzentrierten sich nach seiner Rückkehr vor allem auf die künstlerischen und wissenschaftlichen Belange. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildete die Universität Jena; besonders aber entsprach seiner Neigung das Amt des Direktors des 1791 gegründeten Weimarer Hoftheaters, das er zu einer der führenden Bühnen in Deutschland machte. Auch dichterische Werke entstanden nun wieder: u.a die schon erwähnten Römischen Elegien, die Venetianischen Epigramme, der Reineke Fuchs in Hexametern. Doch die Naturwissenschaft ließ ihn nicht los: Er schrieb die Metamorphose der Pflanzen (1790) und befaßte sich intensiv mit der Knochenlehre. Die französische Revolution betrachtete Goethe anders als Wieland, Klopstock, Herder oder Schiller von Anfang an mit Skepsis: Sie widersprach seiner Idee von einer allmählichen Entwicklung in Natur und Geschichte. In seinen Dramen Der Groß-Kophta, Der Bürgergeneral, Die Aufgeregten und im Novellenzyklus Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten hat er sich ausdrücklich von gewaltsamem Umsturz als Mittel der Politik distanziert. 1792 nahm Goethe am erfolglosen Feldzug gegen die Revolutionsarmee im Gefolge seines alten Freundes Karl August teil, der inzwischen General geworden war und ein preußisches Regiment kommandierte. Fast 30 Jahre später schilderte er dieses Erlebnis in seiner Kampagne in Frankreich. Weimar, dritte Phase: Schiller. 1794 1805 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||